BABELKERAMIK – Heiner Bauer
Die Arbeit von Heiner Bauer steht in der Tradition von Walburga Külz und deren Schülerin Lee Babel und somit in der Nachfolge des Bauhaus–Keramikers Otto Lindig, nach dessen Philosophie zwischen Tradition und Moderne keine Kluft, sondern ein Tal liegt, das nicht übersprungen, nur durchwandert werden kann, mit ständigen Pausen und stetigem Blick zurück.
Die Idee, Gefäße mit Tiermotiven zu dekorieren, ist nicht neu. Sie ist fast so alt wie die Keramik selbst. Es ist die Sicht, die neu ist. Vergangenes und Gegenwärtiges fließen zusammen und was daraus entsteht ist neu, ohne wirklich neu zu sein und alt, ohne eine Kopie zu sein. Es geht um die Mitte, des Messers Schneide, denn nur auf ihr besteht die Möglichkeit, etwas Zeitloses zu schaffen – und das ist das, worauf es ankommt.
Die Schalen sind aus Steinzeug und auf der Scheibe gedreht. In rohem Zustand werden sie nach strengen Vorlagen mit Engobe bemalt und anschließend mit einer Töpfernadel nachgezogen. So wirken sie klar und geometrisch und setzen sich dadurch von ihren frei gemalten Vorbildern ab.
Die Schalen durchlaufen zwei Brände, einen Schrühbrand bei 900 Grad und einen Glattbrand bei 1300 Grad. Dadurch entsteht ein sehr harter Scherben, der, weil er sehr dünn gedreht ist, fast wie Porzellan erscheint. Als Glasur verwendet Heiner Bauer eine weiß-transparente Zinnglasur, die säureresistent und spülmaschinenfest ist. Die Keramiken sind gut für den täglichen Gebrauch verwendbar. |
Heiner Bauer
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Werkstatt |
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